Recyclingunternehmen und Stadtwirtschaft schaffen neue Arbeitsplätze in Halle Stadtwirtschaft Halle und Interseroh eröffnen modernstes Pfand-Zählzentrum in der Region

Köln, 23. April 2009. In Anwesenheit von zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft haben heute die Stadtwirtschaft GmbH Halle und die Interseroh Pfand-System GmbH in Halle (Saale) das modernste Pfandgebinde-Zählzentrum der Region in Betrieb genommen. Neben Vertretern des Aufsichtsrats der Stadtwerke Halle GmbH, zu der die Stadtwirtschaft gehört, war auch Wolfram Neumann, Beigeordneter des Dezernats Wirtschaft und Arbeit der Stadt Halle (Saale), unter den geladenen Gästen.

Auf dem Gelände an der Äußeren Hordorfer Straße betreibt die Stadtwirtschaft Halle im Auftrag der Interseroh Pfand-System GmbH das mit zwei Hochleistungszählautomaten ausgestattete Zählzentrum für bepfandete Einweg-Getränkeverpackungen. „Mit einer Kapazität von bis zu 60 Millionen Pfandgebinden pro Jahr leisten Interseroh und die Stadtwirtschaft Halle einen nachhaltigen Beitrag zum Recycling und damit zur Schonung natürlicher Ressourcen“, erläutete Christoph Ley, Geschäftsführer der Interseroh Pfand-System, die als Tochter der börsennotierten Recycling-Gruppe Interseroh SE bundesweit die Rücknahme von Einweg-Pfandgebinden organisiert. „Gleichzeitig konnten wir in Halle vier neue Arbeitsplätze schaffen, weitere Stellen sollen mittelfristig entstehen“, betonte Matthias Lux, Geschäftsführer der Stadtwirtschaft sowie der Stadtwerke Halle.

Die Kooperation der beiden Unternehmen bedeute für die Stadtwirtschaft Halle eine Bereicherung und Verbreiterung ihrer Wertschöpfungskette zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Innovationsfähigkeit des Unternehmens, so Matthias Lux. Für Interseroh ermögliche sie eine Zusammenarbeit mit einem kompetenten und zuverlässigen Partner, der das bundesweite Netzwerk an Zählzentren des Unternehmens optimal ergänze, unterstrich Christoph Ley.

Anlässlich der Besichtigung der Anlage konnten sich die Gäste der Eröffnungsveranstaltung von der Leistungsfähigkeit der Anlage überzeugen. PET- und Glas-Flaschen sowie Aluminium- und Weißblechdosen werden aus einem Umkreis von bis zu 200 Kilometern auf dem Betriebsgelände angeliefert und mittels zweier voll automatischer Leseeinheiten nach Materialien getrennt. Diese Sortierung sowie die Verrechnung der Pfand-Gelder erfolgt anhand der Erkennung des sogenannten EAN-Codes und dem Einwegpfand-Sicherheitskennzeichens auf der Verpackung, welche anschließend nach den Vorgaben der DPG (Deutsche Pfandsystem GmbH) entwertet und gepresst wird. Die sortenreinen Materialien werden dann von Interseroh als Sekundärrohstoff vermarktet und so wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt.

Die Stadtwirtschaft GmbH Halle bietet komplexe Lösungen in den Kerndienstleistungen Entsorgung und Reinigung an. Nach Kundenwunsch und Leistungsbedarf schnürt das Unternehmen dabei individuelle Angebote. Passgenaue Planungs-, Technologie- und Logistikleistungen helfen den Kunden bei der Umsetzung ihrer Zielstellung. Zudem bietet das Unternehmen technologische Konzepte für eine ökologische Entsorgung, verbunden mit einem zügigen Ausbau des Recyclings und setzt beides im Kontext mit der Abfallwirtschaftssatzung der Stadt Halle zielgerichtet um. Abfalltrennung und Wiederverwertung stehen dabei vor der Abfallbeseitigung.

Die Interseroh-Gruppe, ein eigenständiges Unternehmen der ALBA Group mit Sitz in Köln, verfügt über 100 Standorte und rund 2.000 Mitarbeiter in Europa. Sie steht für qualitativ hochwertiges Recycling und moderne Kreislaufwirtschaft. Sammeln, Transportieren, Aufbereiten und Verwerten leerer Verpackungen, ausgedienter Produkte und von Altmetallen in mehreren europäischen Ländern sind ihre Aufgaben. Interseroh garantiert der Industrie für ihre Produktion so die Beschaffung wertvoller Sekundärrohstoffe, die weltweit gehandelt werden. Im Jahr 2008 waren dies rund 5,8 Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe, die Gruppe erwirtschaftete einen Umsatz von rund 2,07 Milliarden Euro.