Nach Umzug des Recyclingplatzes: Interseroh ERC eröffnet neuen Standort in Münster

Köln, 31. Mai 2008. Mit dem Umzug auf ein neues, moderneres Gelände erweitert die Interseroh ERC GmbH ihre Recyclingaktivitäten im Großraum Münster. Der neue Annahmeplatz für Eisen- und Nichteisen-Altmetalle an der Loddenheide 30 – im gleichnamigen Gewerbe- und Industriegebiet der Westfalenmetropole – hat eine Größe von ca. 8.200 Quadratmetern und liegt in unmittelbarer Nähe zum Dortmund-Ems-Kanal. Vor allem Altmetallhändler, umgangssprachlich auch „Klüngelskerle“, und Privatpersonen werden als Lieferanten auf dem neuen Gelände erwartet.

„Da der Schrottbedarf bei unseren Kunden, den Stahlwerken, Aluminium- und Kupferhütten, nach wie vor sehr hoch ist, hoffe ich auf noch mehr Lieferanten als an unserem alten Standort am Kesslerweg. Schrott kann bares Geld bringen. Ob Alteisen, Kupferkabel oder Messingtöpfe – wir kaufen auch Altmetall von kleinen Händlern oder jedem Bürger, der seinen Keller ausgeräumt hat. Das lohnt sich bei den ordentlichen Metallpreisen, wir zahlen schließlich Bestpreise“, erklären Michael Diehl und Markus Karberg, beide Geschäftsführer der Interseroh ERC GmbH.

Sechs Mitarbeiter werden in dem als Entsorgungsfachbetrieb zertifizierten Unternehmen Annahme, Lagerung und Umschlag der Sekundärrohstoffe übernehmen. Hierzu stehen zwei Mobilbagger und zwei Gabelstapler zur Verfügung. Eingang und Ausgang der Waren werden über eine 50 Tonnen tragende LKW-Waage gesteuert, um die genauen Schrottmengen zu erfassen.

Mehr als 20.000 Tonnen Eisen- und Nichteisenmetalle sollen von hier so jährlich in den Recyclingprozess und schließlich in die Produktion neuer Metalle eingebracht werden. Die Materialen werden hierzu an den Hauptstandort der Interseroh ERC in Dortmund verbracht und dort für den Einsatz zum Beispiel in Stahlwerken und Aluminiumhütten in ganz Europa vorbereitet.

Diehl und Karberg legen Wert auf die Umweltstandards, die mit dem neuen Gelände erfüllt werden: „Die Fahrflächen sind mit Asphalt und die Lagerflächen mit Beton befestigt und entsprechen den neuesten gesetzlichen Anforderungen.“ Zusätzlich sei ein Teil der Lagerfläche so ausgeführt und von einem Sachverständigen eignungsgeprüft, dass diese flüssigkeitsdicht und an ein Ölabscheidersystem angebunden sei. Angelieferte Metallschrotte mit flüssigen Anhaftungen könnten den Boden oder das Grundwasser nicht erreichen. Insgesamt hat das Unternehmen ERC eine sechsstellige Summe in Umzug und Verbesserung der Infrastruktur sowie der Umweltanforderungen investiert.

Die Interseroh-Gruppe mit Sitz in Köln, über 70 Standorten und rund 1.800 Mitarbeitern in Europa steht für qualitativ hochwertiges Recycling und moderne Kreislaufwirtschaft. Sammeln, Transportieren, Aufbereiten und Verwerten leerer Verpackungen, ausgedienter Produkte und von Altmetallen in mehreren europäischen Ländern sind ihre Aufgaben. Interseroh garantiert der Industrie für ihre Produktion so die Beschaffung wertvoller Sekundärrohstoffe, die weltweit gehandelt werden. Im Jahr 2007 waren dies über 5,8 Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe, die Gruppe erwirtschaftete einen Umsatz von rund 1,75 Milliarden Euro.

Rund 50 Standorte gehören heute zum Stahl- und Metallrecycling-Segment der Gruppe, das vorrangig in Deutschland, Polen und den Niederlanden tätig ist. Gesteuert werden die Aktivitäten des Interseroh Stahl- und Metallrecyclingsegments von der Interseroh Hansa Recycling GmbH in Dortmund. Etwa 3,6 Millionen Tonnen Stahl- und Metallschrotte hat die Gruppe im Jahr 2007 verarbeitet bzw. vermarktet und gehört damit zu den Top drei der deutschen Stahlschrott-Recyclingunternehmen und ist europaweit größter Nichteisen-Metallschrotthändler.