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Recycling für den Klimaschutz


Neben der Rohstoffverknappung ist der Klimaschutz eines der vordringlichsten Themen allen wirtschaftlichen Handelns. Wie hoch der Beitrag der Abfallwirtschaft gerade auch zur Einsparung von schädlichen CO2-Emissionen ist, möchten wir am Beispiel unserer Unternehmensgruppe belegen.

Dass die Gewinnung von Sekundärrohstoffen aus Abfällen zugleich auch einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz darstellt, konnten wir für alle relevanten Stoffströme der ALBA Group erstmals im Frühjahr 2011 gemeinsam mit dem renommierten Fraunhofer-Institut UMSICHT mit Bezug auf 2009 unter Beweis stellen. Wir freuen uns, dass wir Ihnen hiermit die Aktualisierung dieser Studie für das Bezugsjahr 2010 vorlegen können.

Sie belegt erneut, wie hoch der Beitrag der Abfallwirtschaft gerade auch zur Einsparung von schädlichen CO2-Emissionen ist: Insgesamt konnte die ALBA Group mit ihren Aktivitäten im Jahr 2010 eine Ersparnis von über 6,2 Mio. Tonnen CO2 bzw. 0,8 % des deutschen Gesamtausstoßes von 765 Mio. Tonnen CO2 erzielen. Zur Bindung dieser CO2-Menge wäre ein europäischer Mischwald von 6.244 km² nötig – also der siebenfachen Fläche von Berlin.

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Recycling und die Herstellung von Energie aus Recyclingmaterial gelten als zwei der effizientesten Methoden, den CO2-Ausstoß zu senken und die Folgen des Treibhauseffekts zu verringern. Im Folgenden möchten wir Ihnen vorstellen welche Einsparungen dabei in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern erreicht wurden und zu welchen Ergebnissen die CO2-Studie kam:
 

Metallrecyclingprofitiert von nahezu gleichbleibender Qualität der Sekundärrohstoffe

Metalle zählen zu den nicht erneuerbaren Rohstoffen. Abgesehen von den ökonomischen und ökologischen Belastungen durch den Abbau unter immer schwierigeren Bedingungen ist ihre Weiterverwertung schon auf Grund der begrenzten Ressourcen eine Notwendigkeit. Hier erbrachte die ALBA Group mit rund 2,7 Millionen Tonnen recycelten Metallen und 4,3 Millionen Tonnen CO2-Einsparung einen substanziellen Beitrag.
 
Weitere Informationen zur CO2-Einsparung durch Metall-Recycling

 

Das Recycling von Elektroaltgeräten gilt heute als Rohstoffquelle der Zukunft

Mit dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) setzte Deutschland 2005 als einer derersten Mitgliedsstaaten die EU-Richtlinien zur Entsorgung von Elektro- und Elektronikaltgerätenum. Als führender Umweltdienstleister engagierte sich die ALBA Group schon früh darin, durch die Verwertung ausgedienter Elektrogeräte wertvolle Ressourcen zurückzugewinnen.

Weitere Informationen zur CO2-Einsparung durch Recycling von Elektroaltgeräten

 

Nachhaltiges Recycling spielt bei Kunststoffen eine immer wichtigere Rolle

Lange Zeit galt bei Altkunststoffen lediglich die energetische Verwertung als lohnend. Doch steigende Preise für Rohöl, die Einführung des Einwegpfands sowie ein zunehmendes Interesse an nachhaltigem Handeln sorgen in Deutschland seit etwa 2003 für ein stetiges Wachstum der stofflichen Verwertung.

Weitere Informationen zur CO2-Einsparung durch Kunststoff-Recycling

 

Neue Sortiertechnologien machen Leichtverpackungen zu einer immer attraktiveren Ressource

Leichtverpackungen, kurz LVP, sind Materialien, die in der Gelben Tonne oder dem Gelben Sack gesammelt werden, so in der Hauptsache Weißblech, Aluminium, Getränkekartonverbunde, sonstige Verbunde auf Papierbasis und Kunststoffe. In der Gelben Tonneplus werden zusätzlich so genannte stoffgleiche Nichtverpackungen, wie Kunststoffspielzeug oder Kochtöpfe und Elektrokleingeräte, erfasst.

Weitere Informationen zur CO2-Einsparung durch Recycling von Leichtverpackungen

 

Das Recycling der Klassiker Papier, Pappe, Kartonagen und Glas profitiert von modernen Verfahren

Rund 23 Millionen Tonnen Papier, Pappe und Kartonagen (PPK) und 3,8 Millionen Tonnen Behälterglas werden in Deutschland pro Jahr hergestellt; etwa 70 Prozent (PPK) bzw. 60 Prozent (Glas) davon stammen aus Altmaterial. Unterstützt wird dieser hohe Anteil durch immer bessere Sortier- und Trennverfahren, bei denen die ALBA Group eine führende Rolle einnimmt.

Weitere Informationen zur CO2-Einsparung durch das Recycling von Pappe, Papier, Kartonagen und Glas

 

Die Gewinnung von Brennstoffen und das Recycling von Holz sind ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz

Das Gesamtaufkommen von Holz lag in Deutschland 2010 bei 235,7 Millionen Kubikmeter. Davon entfielen ca. 11 Millionen Kubikmeter bzw. 4,7 Prozent auf Altholz. Dabei dient Altholz vor allem als CO2-neutrales Brennmaterial im Rahmen einer klimafreundlichen Energieversorgung: Das durch die energetische Verwertung frei werdende CO2 wurde zuvor im Holz auf natürlichem Wege durch Photosynthese gebunden.

Weitere Informationen zur CO2-Einsparung durch das Recycling von Holz

 

Herstellung klimafreundlicher Brennstoffe durch moderne Verfahrenstechnik

Die mechanisch-physikalische Stabilisierung (MPS) ist ein Verfahren zur Gewinnung von Ersatzbrennstoffen (EBS) aus Haus- und Gewerbeabfällen und gilt als ökologisch innovativstes Verfahren zur Abfallbehandlung. Die ALBA Group hat in Berlin die beiden modernsten MPS-Anlagen zur umweltverträglichen und wirtschaftlichen Abfallbehandlung in Europa errichtet und ist für die Vermarktung der Produkte verantwortlich.

Weitere Informationen zur CO2-Einsparung durch moderne Verfahrenstechniken

 

Als rohstoffarmes Land stehen wir in Deutschland vor einer großen Herausforderung: der Sicherung unserer wirtschaftlichen Autonomie. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Rohstoffverknappung gilt es, Maßnahmen und Instrumente zu entwickeln, die zu einer erhöhten Rohstoffeffizienz führen und neue Rohstoffquellen erschließen.

Abfall ist die bedeutendste Rohstoffquelle, die uns zur Verfügung steht. Schon heute liefert die Recyclingbranche der deutschen produzierenden Industrie jedes Jahr Rohstoffe im Wert von über 12 Milliarden Euro, die sonst teuer importiert werden müssten. Zu Recht versteht sich die Abfallwirtschaft daher als Versorgungswirtschaft der Zukunft.