EU schützt mit Elektroschrottrecycling ihr heimisches Wertstoffpotenzial
| [03.02.2012] | News der Abfall- & Kreislaufwirtschaft als RSS abonnieren |
"[...] "Künftig müssen sich alle Mitgliedstaaten bei der Sammlung von Elektroschrott mehr anstrengen", betonte Karl-Heinz Florenz. Der CDU-Abgeordnete im EU-Parlament hat dort als Berichterstatter das Dossier für die künftige Elektro- und Elektronikaltgeräterichtlinie (WEEE) vorbereitet und die Verhandlungen mit dem Umweltrat geführt. In zehn Jahren werden die meisten Altgeräte in der EU eingesammelt und recycelt, hofft Florenz, denn es handele sich schließlich um wertvolle Rohstoffe, nicht um Müll.
Die vom Europäischen Parlament am 19. Januar beschlossene Novellierung der WEEE-Richtlinie wird nach Ansicht von Peter Kurth, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) helfen, "den massenhaften illegalen Export von Altgeräten in Länder der Dritten Welt einzudämmen". Dort würden Geräte oft unsachgemäß zerlegt, was die Gesundheit der Menschen und die Umwelt unnötig belaste, ergänzte Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung (BVSE). Zudem könne sich die EU den Abfluss der in den Altgeräten enthaltenen Metalle nicht länger leisten, so Kurth. "Diese Materialien müssen recycelt und der Industrie als hochwertige Sekundärrohstoffe wieder zur Verfügung gestellt werden."
Zurzeit verschwinden nach Angaben des Umweltbundesamts jährlich rund 1,6 t Silber, 300 kg Gold und 120 kg Palladium durch unrechtmäßige Ausfuhren von Elektroschrott aus Deutschland. Das kann sich nun mit der Umkehr der Beweislast ändern, die die EU ab 2014 für die Ausfuhr gebrauchter Altgeräte einführt. Firmen, die alte Geräte in afrikanische, asiatische oder lateinamerikanische Länder ausführen, müssen dann nachweisen, dass sie funktionstüchtig sind und etwa in Afrika für den Gebrauch bestimmt sind.[...]"
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Quelle: VDI Nachrichten
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