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Recycling-Ratgeber

Der erste Recycling-Ratgeber, der wirklich jede Frage beantwortet

Du hast Fragen rund um das Thema Recycling oder Entsorgung - Rudi beantwortet sie! Rudis Recycling-Ratgeber ist das neue Online-Wiki der ALBA Group für alle Recycling-Fragen sowie haushaltsnahen Trenntipps, egal ob zu wissenschaftlichen Hintergründen, Umwelt- oder Verbraucherthemen.

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Die häufigsten Themen

Was darf in die gelbe Tonne?
Wie halte ich meine Biotonne geruchs- bzw. madenfrei?
Was darf in die graue Tonne?
Was ist ein Mengenstrom bzw. ein Mengenstromnachweis?
Was bedeutet Produktverantwortung?
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Was darf in die gelbe Tonne?

Verpackungsabfälle können recycelt werden. Trenne Deine Abfälle und hilf damit der Umwelt. In die gelbe Tonne gehören Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundstoffen. Bitte beachte, dass nur restentleerte Verkaufsverpackungen aus Aluminium, Weißblech, Kunststoff oder Verbundmaterialien aufgenommen werden können.

Das alles darf beispielsweise in die gelbe Tonne:
Aludeckel, Aluschale, Arzneimittelblister, Arzneimittelflasche (Kunststoff), Bonbonverpackungen, Buttermilchbecher, Cornflakes-Packung (nur Folienbeutel), Cremedose (Plastik), Duschgelflasche, Einwickelfolie (Plastik), Eisverpackung (Plastick), Farbeimer, Fruchtgummitüten, Getränkedose, Getränkeeinwegflaschen (Plastik/ unbepfandet), Getränkekartons, Getränkeeinwegflaschen, Haargeltube, Haarspraydose (leer), Joghurtbecher (löffelrein), Kaffeesahnedöschen, Kaffeevakuumverpackung, Keksdose (Plastik), Ketchupflasche (Plastik), Mayoflasche (Plastik), Klebstofftube (leer), Konservendose, Kronkorken, Lackdose (leer), Margarinebecher, Mayo-Tuben, Senf-Tuben, Ketchup-Tuben, Menüschalen von Fertiggerichten, Milchdose (Weißblech), Milchkarton, Milchschlauchbeutel, Obstnetz (Plastik), Gemüsenetz (Plastik), Obstschale (Plastik), Pizzafolie, Pizzatüte, Putzmittelflasche, Quarkbecher, Saftkarton, Schokoladenfolie (aluminium), Schraubdeckel, Shampooflasche (Plastik), Sonnencremeflasche, Sonnencremetube, Speiseölflasche (Plastik), Spraydose (leer), Spülmittelflasche, Sterilverpackung (Plastik), Styroporverpackungen, Suppentüte, Tiefkühlkostbeutel (Plastik), Tierfutterdose, Vitamintablettenröhrchen, Zahnpastatuben, Zigarettenfolie

Ausgenommen sind Restmüll, kompostierbare Abfälle, Papier, Pappe, Kartonagen und Glas, da es für diese Fraktionen gesonderte Gefäße gibt!

Wie halte ich meine Biotonne geruchs- bzw. madenfrei?

Damit Ihre Biotonne geruchs- bzw. madenfrei bleibt, hier einige Hinweise:     

- Stellen Sie Ihre Tonne in den Schatten
- Waschen Sie die Tonne gelegentlich aus
- Wickeln Sie Küchenabfälle möglichst in Zeitungspapier oder nutzen Sie die speziellen Papier-Haushaltsbeutel
- Lassen Sie Rasenschnitt antrocknen
- Halten Sie die Tonne immer geschlossen
- Füllen Sie Grünabfall locker ein

Was darf in die graue Tonne?

Altglas in den Altglascontainer, Garten und Küchenabfälle in die Biotonne, Verpackungen in die Gelbe Tonne - selbst wenn man seinen Abfall sorgfältig trennt, bleibt immer ein Rest, der nicht mehr weiter verwertet werden kann. Und für den gibt’s die graue Tonne.

Typischer Hausmüll gehört in die graue Tonne - das kann beispielsweise sein:
Katzenstreu, Tapetenreste, Wegwerfwindeln, Zigarettenkippen, kalte Asche,  Staubsaugerbeutel, Spielsachen, Hygieneartikel, Spültücher

Nicht in die graue Tonne gehören zum Beispiel diese Abfälle:
Batterien und Akkus, Lacke und Farben, Papier und Pappe, Bauschutt, Elektrogeräte, Bildschirme und Computer, Altmetall, Gasentladungs- und Energiesparlampen 

Was ist ein Mengenstrom bzw. ein Mengenstromnachweis?

Im Zusammenhang mit der Entsorgung und Verwertung von Verpackungen bezieht sich der Begriff Mengenstrom auf die unterschiedlichen Verpackungsmaterialien, deren "Strom" dokumentiert werden soll. Am konkreten Beispiel: Nachdem der Verbraucher seinen Verpackungsabfall in die gelbe Tonne geworfen hat, wird diese von einem Entsorger abgeholt. Der Entsorger arbeitet im Auftrag der Betreiber dualer Systeme und fährt das Material in eine Sortieranlage.

Das dort erzeugte sortenreine Material geht dann an einen Verwerter. Entsorger und Verwerter dokumentieren die jeden Monat gesammelte, sortierte und aufbereitete Tonnage und geben die Daten, den so genannten Verwertungsnachweis, dann an die jeweiligen Betreiber der dualen Systeme weiter. Diese Daten bilden die Basis für den Mengenstromnachweis des Herstellers.

Sowohl duale als auch Selbstentsorgersysteme müssen der für die Abfallwirtschaft jeweils zuständigen obersten Landesbehörde jedes Jahr einen Mengenstromnachweis vorlegen. Er dient als Nachweis über die Erfüllung ihrer Pflichten für die in Deutschland gesammelten und verwerteten Verkaufsverpackungen und enthält Daten über die ordnungsgemäße Sammlung, Sortierung und Verwertung.

Die Anforderungen an den Mengenstromnachweis für Verkaufsverpackungen sind in der Verpackungsverordnung konkretisiert.

Was bedeutet Produktverantwortung?

Wer Verkaufsverpackungen in Verkehr bringt, muss dafür sorgen, dass diese Verpackungen wieder verwertet werden. Die Hersteller können sich von dieser Pflicht befreien, wenn sie diese Aufgabe an ein duales System weiter geben. Sie bezahlen für diese Dienstleistung ein Lizenzentgelt. Dafür organisiert das jeweilige duale System für das zahlende Unternehmen die Sammlung und Sortierung der Verpackungen und stellt das jeweilige Unternehmen damit von dieser Pflicht frei.

Was darf in die Biotonne?

Die Biotonne ist Endstation für zahlreiche Bioabfälle aus Garten und Küche. Nur wenn keine Störstoffe enthalten sind, kann aus dem Ausgangsmaterial ein wirklich hochwertiger Kompost erzeugt werden.

Das alles darf beispielsweise in die Biotonne:
verdorbene Lebensmittel in Kleinmengen, Eierschalen, Kaffeefilter, Teefilter, Laub, Rasenschnitt, Pflanzenschnitt, Wildkraut, Blumenerde, Blumen, Sägespäne, Heu, Stroh, Knochen, Obstschalen, Obstreste, Gemüsereste

Nicht in die Biotonne gehören zum Beispiel diese Abfälle:
Porzellan, Katzenstreu, Kunststoffverpackungen, Asche, Windeln, Metallteile, Altglas, Kunststofftüten

Was darf in die blaue Tonne?

Umweltschonendes Papierrecycling ist nur dann möglich, wenn Altpapier sortenrein gesammelt wird.
Deshalb gehören in die blaue Altpapiertonne nur Papier, Pappe und Kartonagen.

Das alles darf beispielsweise in die blaue Tonne:
Zeitungen, Zeitschriften, Illustrierte, Prospekte, Kataloge, Briefpapier, Briefumschläge, Bücher (ohne Kunststoffeinband), Computerpapier, Verpackungen aus Papier und Pappe, Geschenkpapier, Eierkartons, Faltschachteln

Nicht in die blaue Tonne gehören zum Beispiel:
Fotos, Papiertaschentücher, Tapeten, stark verschmutztes Papier, Hygienepapier

Wie viel Abfall produziert im Schnitt jeder Deutsche pro Jahr?!

Jeder Deutsche wirft im Jahr durchschnittlich ca. 450 kg Abfall weg. Der Anteil an Verpackungen beträgt dabei ca. 30 Prozent. Dazu kommen neben dem Hausmüll noch Bioabfälle, Sperrmüll oder auch Sonderabfälle. Schon durch konsequentes Trennen der Verpackungsabfälle kann die Restmenge gezielt reduziert werden.

Dürfen Abfälle noch deponiert werden?

In Deutschland darf gemäß der "Technischen Anleitung Siedlungsabfall" (TASI) seit 2005 kein unbehandelter Müll mehr abgelagert werden. Das heißt: Recycelbare Materialien aussortieren und die Reste soweit wie möglich energetisch verwerten.

Wie kann die Hausmüllmenge reduziert werden?

Um die Hausmüllmenge zu reduzieren, muss verwertbares Material aussortiert werden. Für gebrauchte, restentleerte Verpackungen stehen verschiedene Sammelbehälter zur Verfügung (z.B. Gelbe Tonne, Papiertonne, Glastonne). So vorsortiert, werden sie nach Materialarten getrennt und dann wieder verwertet. Andere verwertbare Abfälle können auf Recyclinghöfen abgegeben werden.

Zurzeit werden rechtliche Grundlagen erarbeitet, nach denen Verpackungen in Zukunft zusammen mit stoffgleichen, trockenen Abfällen in einer Tonne gesammelt werden können. So kommen noch mehr Wertstoffe zurück in den Recycling-Kreislauf. 

Was darf alles beim Sperrmüll entsorgt werden?

Beim Sperrmüll dürfen aus dem Haushalt stammende Gegenstände wie z.B. Möbel, Matratzen, Fahrräder, Kinderwagen, Teppichböden, Altelektrogeräte oder Haushaltsgroßgeräte entsorgt werden. 

Wie hoch ist das Lizenzentgeld für Verpackungen und wofür wird es verwendet?!

Die Höhe des Lizenzentgelts für Verpackungen ist je nach verwendetem Material unterschiedlich. Bei der Berechnung werden die Anzahl und das Gewicht der in Umlauf gebrachten Verpackungen und der Recyclingaufwand für das Material berücksichtigt.

Das hat dazu geführt, dass Verpackungshersteller zunehmend weniger Verpackungsmaterial einsetzen, um Kosten einzusparen. Neben der Reduzierung der Abfallmenge werden so gleichzeitig auch Rohstoffe eingespart.

Mit Hilfe der eingenommenen Lizenzentgelte werden die Entsorgungsunternehmen für ihre Leistungen bezahlt und Beratung und Öffentlichkeitsarbeit finanziert. 

Wer bezahlt das Lizenzentgeld?

Abfüller und Handel geben die Lizenzkosten an ihre Kunden weiter, die somit beim Einkauf eines Produktes bereits für die Entsorgung der Verpackung bezahlen. Deshalb werden für die Abholung vorsortierter Verpackungsabfälle keine zusätzlichen Kosten erhoben.

Landen gebrauchte Verpackungen im Restmüll, muss die Entsorgung allerdings ein zweites Mal über die kommunalen Müllgebühren bezahlt werden. Sortieren wird also belohnt. Die Hausmüllmenge wird weniger und die Müllgebühren können sinken.

Was sind Erfüllungsquoten?

In der Verpackungsverordnung werden den Entsorgungsunternehmen, die im Auftrag der dualen Systeme arbeiten, Erfüllungsquoten vorgegeben. Im Durchschnitt müssen von allen in Umlauf gebrachten Verpackungen je nach Material 60 bis 75 Prozent recycelt werden.

Was ist eine Vollständigkeitserklärung?

Zur Abrechnung und Überprüfung der Verpackungsmengen wird jedes Unternehmen, das Verpackungen in Verkehr bringt, aufgefordert, bis zum 1. Mai jedes Jahres eine Vollständigkeitserklärung bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer zur Prüfung zu hinterlegen. Sie beinhaltet Angaben zu geplanten Verpackungsmengen und -material. Die dualen Systeme informieren über die lizenzierten Mengen, die Sortieranlagen über die erreichten Mengen zur Verwertung. Im Abgleich aller Daten erhält man den Erfüllungsstand der vorgegebenen Quoten. 

Was ist eine Anfallstelle?

Anfallstellen sind Standorte, an denen Abfälle zur Beseitigung oder Abfälle zur Verwertung "anfallen". Im engeren Sinn Standorte, an denen Verpackungen anfallen. So gilt die Verpackungsverordnung für alle im Geltungsbereich des Kreislaufwirtschaftsgesetztes (noch: Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz) in Verkehr gebrachten Verpackungen, unabhängig davon, ob sie in der Industrie, im Handel, in der Verwaltung, im Gewerbe, im Dienstleistungsbereich oder in Haushaltungen anfallen. 

Was ist eine vergleichbare Anfallstelle?

Der Begriff vergleichbare Anfallstelle meint solche Anfallstellen, die den privaten Haushaltungen gleichgestellt sind. Das sind alle Orte, an denen der private Endverbraucher ein Produkt konsumiert und die Verkaufverpackung, analog zu seinem Haushalt, zurücklässt.

Nach § 3 Absatz 11 Satz 2 und 3 VerpackV zählen dazu insbesondere Gaststätten, Hotels, Kantinen, Verwaltungen, Kasernen, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen, karitative Einrichtungen, Freiberufler und typische Anfallstellen des Kulturbereichs wie Kinos, Opern und Museen, sowie des Freizeitbereichs wie Ferienanlagen, Freizeitparks, Sportstadien und Raststätten.

Vergleichbare Anfallstellen sind außerdem landwirtschaftliche Betriebe und Handwerksbetriebe, die über haushaltsübliche Sammelgefäße für Papier, Pappe und Kartonagen und Leichtverpackungen mit nicht mehr als maximal je Stoffgruppe einem 1.100-Liter-Umleerbehälter im haushaltsüblichen Rhythmus entsorgt werden können.

Wo werden Batterien entsorgt?

Altbatterien werden in Deutschland von allen Verkaufsstellen zurückgenommen. Seit 1998 muss jedes Unternehmen, das Batterien an Endverbraucher verkauft, diese nach Gebrauch auch wieder zurücknehmen. Die Stiftung "Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien", kurz GRS, organisiert u. a. seit Inkrafttreten der Batterieverordnung im Oktober 1998 die Rücknahme. Batterien bestehen zum größten Teil aus Metallen, die verwertet werden können. Der Anteil an giftigen Schwermetallen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Heute enthalten nur noch wenige Gerätebatterien Blei, Cadmium oder Quecksilber.

Wo werden Autobatterien entsorgt?

Eine Sonderstellung unter den Batterien haben Starterbatterien wie sie in Kfz oder Motorrädern Verwendung finden. Auch bei diesen Batterien gilt für den Handel die Rücknahme- und Hinweispflicht. Zudem ist vom Kunden ein Pfand in Höhe von 7,50 Euro zu erheben. Gibt der Kunde jedoch gleichzeitig eine gebrauchte Starterbatterie zurück, entfällt diese Pflicht. Händler können beim Verkauf zusätzlich eine Pfandmarke ausgeben und die Rückerstattung des Pfands mit der Rückgabe der Pfandmarke und der Batterie verknüpfen. Die Hersteller müssen die vom Handel angenommenen Batterien unentgeltlich zurücknehmen und vorschriftsmäßig entsorgen. Für die in Fahrzeugen beim Verkauf eingebauten Batterien gilt die Pfandpflicht nicht. 

Was passiert mit Abfall, der nicht verwertet werden kann?

Abfälle, die nicht verwertet werden, sind laut Kreislaufwirtschaftsgesetz (noch: Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz) dauerhaft von der Kreislaufwirtschaft auszuschließen und zur Wahrung des Wohls der Allgemeinheit zu beseitigen. Der Gesetzgeber kann Anforderungen an die Behandlung von Abfällen sowie an das Bereitstellen, das Überlassen, das Einsammeln, die Beförderung, die Lagerung und die Ablagerung von Abfällen zur Beseitigung festlegen.

Von diesen Ermächtigungen wurde durch die Ablagerungsverordnung, die Deponieverordnung und ergänzend durch die Technische Anleitung Abfall sowie die Technische Anleitung Siedlungsabfall (TASI) Gebrauch gemacht. Grundsätzlich dürfen Abfälle zur Beseitigung nur in den dafür zugelassenen Anlagen behandelt, gelagert oder abgelagert werden. Ausnahmen sind beispielsweise die Mitverbrennung von Klärschlamm in Kraftwerken oder Zementöfen. 

Was sind kompostierbare Verpackungen?

Kompostierbare Verpackungen bestehen überwiegend oder komplett aus nachwachsenden Rohstoffen, sind kompostierbar und können zusammen mit Bioabfällen verwertet werden.
 
Kommunale Abfallsatzungen schränken die Entsorgungsmöglichkeiten ggf. ein und machen bestimmte Vorgaben. Grundsätzlich dürfen Verbraucher diese Verpackungen aber in alle zur Verfügung stehenden Sammelsysteme geben: Biotonne, Gelbe Tonne oder Restmülltonne.

Diese großzügige Regelung ist von Bund und Ländern beschlossen worden, um die Einführung der neuen Verpackungen zu unterstützen. Denn eine weitgehende Freiheit bei der Entsorgung der Verpackungen macht es den Anwendern leichter und hilft so, auch im Verpackungssektor nachwachsende Rohstoffe einzusetzen - mit anderen Worten: kompostierbare Verpackungen sind "angewandter Klimaschutz". 

Müssen Verpackungen bei einem dualen System angemeldet werden?

Nach der geltenden Verpackungsverordnung müssen Hersteller und Vertreiber ihre Verkaufsverpackungen grundsätzlich bei einem dualen System anmelden. Für Verkaufsverpackungen, die in kleinen Handwerksbetrieben, Hotels, Bildungseinrichtungen, Kinos und ähnlichen, "den Haushalten vergleichbaren Anfallstellen" zurückgenommen werden, hat der Gesetzgeber jedoch die kostengünstigere Möglichkeit der Branchenlösungen mit speziellen Anforderungen geschaffen.

Die Anforderungen an Branchenlösungen sind streng. Durch unabhängige Sachverständige muss der Nachweis geführt werden, dass eine geeignete, branchenbezogene Erfassungsstruktur eingerichtet ist, die eine regelmäßige kostenlose Rückgabe von Verpackungen gewährleistet. Für die in Branchenlösungen erfassten Verpackungen besteht die gleiche Verwertungspflicht wie bei dualen Systemen. 

Was ist "Deinking?"

Der aus dem Englischen stammende Begriff Deinking bezeichnet die Entfernung von Druckfarben aus alten Zeitungen, Illustrierten und sonstigen Druckerzeugnissen ("Deinkingware").

Durch die Druckfarbenentfernung ist es möglich, Zeitungsdruckpapier mit dem erforderlichen Weißgrad aus Altpapier herzustellen. In Deutschland produzierte Pressepapiere bestehen zu nahezu 100 Prozent aus Deinkingware.

Der Druckfarbenentfernung dienen verschiedene Verfahren. Das in Deutschland Anfang der 1960er Jahre entwickelte und ständig weiter optimierte Flotationsverfahren repräsentiert den Stand der Technik. Beim Flotationsverfahren wird mit Natronlauge, Wasserstoffperoxid, Wasserglas und Fettsäuren eine Abtrennung der Druckfarbenteilchen von den Papierfasern bewirkt. Durch Einwirbelung von Luft entstehen Bläschen, die sich als Schaum auf der Oberfläche absetzen. Die abgelösten Druckfarben werden mit dem Schaum abgeführt.

Was sind duale Systeme?

Die Verpackungsverordnung verpflichtet Inverkehrbringer von Verpackungen, also Hersteller, Vertreiber und Importeure, zur Rücknahme und Verwertung ihrer Verpackungen. Haushaltsnah anfallende Verkaufsverpackungen, wie der viel zitierte Joghurtbecher, werden über ein zweites, eben "duales", Erfassungssystem parallel zur kommunalen Abfallsammlung erfasst und anschließend gemäß gesetzlich vorgegebener Quoten verwertet. Das System wird durch die Inverkehrbringer finanziert. Es hat sich seit seiner Einführung im Jahr 1991 bewährt.

Mittlerweile gibt es zehn verschiedene Duale Systeme. Die Inverkehrbringer können nun entscheiden, welchen Dienstleister sie mit Umsetzung ihrer Rücknahmeverpflichtung beauftragen. Für den Verbraucher ändert sich bei der Handhabung seiner Abfallbehälter nichts. Eine neutrale Stelle berechnet die Marktanteile der jeweiligen Wettbewerber und sorgt somit für eine gerechte Kostenverteilung. 

Auf welche Verpackungen wird Pfandpflicht erhoben?

Ein Pfand von 25 Cent wird auf alle Einwegverpackungen wie Dosen und Flaschen aus PET, Glas oder Metall mit einem Volumen von 0,1 bis 3,0 Liter erhoben. Ausgenommen vom Einwegpfand sind Weine, Milch und Säfte sowie Verpackungen, die als ökologisch vorteilhaft gelten wie Kartonverpackungen, Schlauchbeutel und Folien-Standbodenbeutel. Einweggetränkeverpackungen, für die Pfand gezahlt und zurückerstattet werden muss, sind am Markenzeichen der DPG Deutsche Pfandsystem GmbH zu erkennen. 

Wie erfolgt die Rücknahme bepfandeter Gebinde?

Die Rücknahme bepfandeter Gebinde erfolgt im Einzelhandel entweder über Automaten oder manuell. Dort, wo die Einwegverpackungen händisch zurückgenommen werden, ist eine Sammlung in Säcken üblich, die dann zum Zählen und zum Pfandausgleich an so genannte Zählzentren geliefert werden.

Die Gebinde werden elektronisch über den EAN-Code gezählt und erfasst und anschließend gepresst beziehungsweise geschreddert, um Pfandmissbrauch zu verhindern. Das geschieht entweder in Rücknahmeautomaten direkt beim Händler oder in überregionalen Zählzentren, in denen der Inhalt aus zuvor beim Händler versiegelten Säcken gezählt wird. Die gewonnenen Daten geben Informationen über den Hersteller der Verpackung, so dass die Pfandverrechnung mit diesem und mit der Annahmestelle vorgenommen werden kann. Dieser komplexe EDV-Vorgang wird auf einer sehr hohen Sicherheitsstufe abgewickelt, die mit der Führung eines Bankkontos vergleichbar ist.

Was ist ein Fehlwurf?

Aufgrund der Verpackungsverordnung werden Verkaufsverpackungen heute getrennt gesammelt, so z.B. flächendeckend in gelben Tonnen, gelben Säcken, Depotcontainern oder auf Wertstoffhöfen. Für Papier und Glas sind separate Tonnen oder Depotcontainer vorgesehen.

Werden in die jeweiligen Sammelbehälter andere Abfälle eingebracht, als diejenigen, für die sie vorgesehen sind, wird dies als Fehlwurf bezeichnet. 

Was sind FE-Metalle (Eisenhaltige Metalle)?

FE-Metall ist eine Kurzbezeichnung für eisenhaltige Metalle wie Eisen, Stahl, Kobalt und Nickel. Da die FE-Metalle magnetisch sind, lassen sie sich einfach von NE-(Nichteisen-)Metallen unterscheiden. In der Recyclingindustrie versteht man unter dem Begriff FE-Schrotte Stahl- und Eisenschrott.

Eisen als wichtigstes der FE-Metalle ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Fe (lateinisch: ferrum, Eisen).

Eisenerz wird in Hochöfen zu Roheisen verarbeitet als Zwischenprodukt für die Herstellung von Gusseisen und Stahl. Die Weiterverarbeitung zu Stahl geschieht im Oxygenstahlverfahren. Aus FE-Schrotten können im Elektrostahlverfahren ohne weitere Verfahrensschritte hochwertige Stähle gewonnen werden. 

Was sind NE-Metalle (Nichteisen-Metalle)?

NE-Metalle, also Nichteisen-Metalle, sind im Gegensatz zu den FE-(Eisen-)Metallen überwiegend nicht magnetisch. Im Periodensystem der Elemente stellen sie mit ca. 80 Prozent den größten Teil aller chemischen Elemente. Man unterscheidet Metalle nach der Dichte in Schwermetalle und Leichtmetalle und nach der Reaktivität in Edelmetalle und unedle Metalle.

Von Aluminium bis Zirkonium gehören mehr als 30 verschiedene Nichteisenmetalle zu den wichtigsten Industriewerkstoffen. Für die Recyclingwirtschaft werden Erfassung und Aufbereitung von NE-Metallen immer wichtiger, da diese Stoffe am Weltmarkt stark nachgefragt und die Preise infolge der Rohstoffverknappung in den letzten Jahren stark gestiegen sind. 

Was ist ein Gefahrgut / Was sind gefährliche Güter?

Als Gefahrgut bezeichnet man Stoffe, Zubereitungen (Gemische, Gemenge, Lösungen) und Gegenstände, welche Stoffe enthalten, von denen aufgrund ihrer Natur, ihrer physikalischen oder chemischen Eigenschaften oder ihres Zustandes beim Transport bestimmte Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere für die Allgemeinheit, wichtige Gemeingüter, Leben und Gesundheit von Menschen, Tieren und anderen Sachen ausgehen können und die aufgrund von Rechtsvorschriften als gefährliche Güter einzustufen sind. 

Was sind Holzhackschnitzel?

Für den Einsatz von Altholz, Restholz oder Frischholz in Biomassekraftwerken oder der Holzwerkstoffindustrie ist zumeist eine Zerkleinerung des Materials notwendig. Durch mechanische Beanspruchung in ein- oder mehrstufigen Shredderanlagen entstehen so genannte "Holzhackschnitzel" mit den Abmessungen 120-300 x 10 x 10 mm. Je nach Qualitätsanforderungen der Verwerter werden in einem weiteren Verarbeitungsschritt Fremdstoffe, wie Metalle, Nichtmetalle, Folien oder Staub, abgeschieden. 

Wer ist eigentlich Rudi Recycle?

Rudi Recycle ist der Umweltbotsschafter der ALBA Group und steht symbolisch für das Bestreben, mehr Wertstoffe dem Kreislauf zuzuführen. Daher ist Rudi Recycle's Statement "ICH LASS MICH NICHT VERHEIZEN!" ein klares Bekenntnis für Recycling und gegen die Müllverbrennung - zum Wohle der Umwelt, der Wirtschaft und der Verbraucher.
branche/rudirecycle.html

Was sind die Prinzipien einer Kreislaufwirtschaft?

In einer Kreislaufwirtschaft sollen die eingesetzten Rohstoffe über den Lebenszyklus einer Ware hinaus wieder in den Produktionsprozess zurückgelangen. Die Überlegungen zum Kreislaufprinzip stützen sich auf die Tatsache, dass sowohl die natürlichen Ressourcen als Quelle von Rohstoffen als auch die zur Verfügung stehenden Deponierungsmöglichkeiten für die unvermeidlichen Abfall- und Reststoffe industrieller Produktion als stoffliche Senken endlich sind. Kreislaufwirtschaft nimmt daher den Kreislauf in der Natur zum Vorbild und versucht, durch intelligente Nutzung Stoffe und Energie möglichst lange, ökologisch und sozial sinnvoll zu verwenden.

Das Prinzip der Kreislaufwirtschaft ist im Kreislaufwirtschaftsgesetz (noch: Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz) verankert, sowie in den entsprechenden Verordnungen zu Verpackungen, Batterien, Elektro- und Elektronik-Geräten, Altfahrzeugen, Altöl u.a. 

Was sind Magnetabschneider?

Aus Materialströmen, die mit einem Förderband transportiert werden, entfernen Überbandmagnete oder Magnettrommeln ferromagnetisches Material, also im Wesentlichen eisenhaltige Stoffe. In der Recyclingindustrie ist diese Technik neben vielen anderen Trennverfahren gebräuchlich.

Bei der Altholzaufbereitung dienen Magnetabscheider dazu, Nägel und andere Störstoffe aus Eisen zu entfernen. Bei der Sortierung der Verpackungsleichtfraktion aus der haushaltsnahen Entsorgung werden Dosen aus Weißblech abgeschieden, bei der Aufbereitung von Altmetallen wird Stahlschrott von Nichteisenschrott getrennt. 

Was besagt die Materialeffizienz?

Eigentlich klingt es ganz einfach: Unter Materialeffizienz versteht man schlicht das Verhältnis zwischen Produktionsoutput und Materialinput.

Gemäß dem ökonomischen Prinzip, ein gegebenes Ziel mit dem geringst möglichen Mitteleinsatz zu erreichen oder mit gegebenem Mitteleinsatz ein möglicht hohes Ziel zu erreichen, ist daher wohl jeder Unternehmer bestrebt, so materialeffizient wie möglich zu arbeiten.

Was sind Mehrwegtransportsysteme?

Mehrwegtransportsysteme sind in der Produktionslogistik und beim Güterumschlag sowie in der standardisierten Versorgung des Handels durch die Konsumgüterindustrie zu finden. Zum Einsatz kommen Behälter wie Kisten und Flaschen sowie Ladungsträger wie Paletten, Gitterboxen und Rollcontainer. Sie alle müssen rechtzeitig und in gutem Zustand bereitgestellt werden.

Aus Kostengründen muss ihre Anzahl im Kreislauf gering gehalten werden, darf jedoch auch nicht zu gering sein, um Störungen in der Lieferkette zu vermeiden. Eine effiziente Organisation muss deshalb für Transparenz der Bestände, für das Aufspüren der Ursachen von Zweckentfremdung und Schwund sowie Wartung und rechtzeitige Bereitstellung sorgen.

Was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit?

Der Begriff Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und bezeichnet die Bewirtschaftsungsweise eines Waldes, bei der dem Wald immer nur so viel Holz entnommen wird, wie nachwachsen kann, so dass der Wald nie in Gänze abgeholzt wird.

Seit der Klimakonferenz von Rio de Janeiro 1992 gilt der Begriff Nachhaltigkeit als Leitbild für eine zukunftsfähige Entwicklung ("sustainable development") der Menschheit.

Mittlerweile hat sich der Begriff "Nachhaltigkeit" weiter entwickelt und vereint neben ökologischen auch ökonomische und soziale Ziele. Insofern ist der Nachhaltigkeitsbegriff nicht mehr nur allein aus Umweltsicht zu betrachten.

Was sind "Nachwachsende Rohstoffe"?

Unter dem Begriff "Nachwachsende Rohstoffe" werden sämtliche Stoffe, die aus lebender Materie stammen und vom Menschen zielgerichtet für Zwecke außerhalb des Nahrungsmittel- und Futterbereichs verwendet werden, subsumiert.

Nachwachsende Rohstoffe werden hauptsächlich zur Energiegewinnung und zunehmend auch zur Produktion von Biokunststoffen - zum Beispiel für Lebensmittelverpackungen - eingesetzt.

Im Energiesektor spielen die Produktion von Strom in Biomassekraftwerken durch den Einsatz von z.B. Alt- und Restholz sowie der Einsatz von Biodiesel, der aus Raps gewonnen wird, eine wichtige Rolle.

Wofür steht PET?

PET, die Abkürzung für Polyethylenterephthalat, ist ein relativ alter Kunststoff, dessen Grundmaterial Polyester 1941 in den USA entwickelt wurde. In seiner heutigen Form ist PET ein veredelter Polyester mit verbesserten Materialeigenschaften, wie zum Beispiel hohe Belastbarkeit und Bruchsicherheit.

Wo wird PET eingesetzt?

Als thermoplastischer Kunststoff ist PET bei Temperaturen von 250 Grad Celsius eine zähflüssige Masse, die in nahezu jede Form gebracht werden kann.

Vor allem im Getränkebereich setzte sich PET in den letzten Jahren als Kreislaufmaterial aufgrund seiner Materialeigenschaften immer stärker durch. Gebrauchte PET-Flaschen dienen als Rohstoff für den Einsatz in der Textilindustrie, für Umreifungsbänder oder Folien. Neue Aufbereitungstechniken lassen auch die erneute Verwendung für Getränkeflaschen zu, in Fachkreisen "Bottle-to-Bottle" genannt.

Zum breiten Anwendungsbereich von PET gehören Kunstfasern in der Textilindustrie, Fleece im Sport- und Freizeitbereich, Kissenfüllungen für Allergiker, Airbags, chirurgische Nähfäden, Arzneiverpackungen und Getränkeflaschen.

Was sind Presscontainer?

Bei Anfallstellen mit hohem Aufkommen an Folien, Papier, Pappe, Kartonagen oder Holz ist es sinnvoll, diese Abfälle im Sammelcontainer zu verdichten. Durch den Einsatz von Presscontainern wird der Befüllungsgrad erhöht und der Transport zum Verwerter wirtschaftlich. Die Presseinrichtung selbst ist stationär. Die Behälter mit 10 bis 25 Kubikmeter Fassungsvermögen werden nach der Befüllung gegen leere ausgetauscht.

Bei der Presseinheit kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Manche arbeiten mit Schneckenverdichtern, die wie ein Fleischwolf funktionieren, wobei das Material durch die Schnecke gepresst, dabei verdichtet und dann in den Container ausgestoßen wird. Gebräuchlich sind auch Pressen, bei denen das Material in der Presskammer durch eine hydraulisch oder elektrisch bewegte Stahlplatte, den Presskolben, verdichtet wird.

Was ist ein Schneckenverdichter?

Wenn im gewerblichen Bereich große Mengen an Folien, Kartonagen, Obststiegen oder Einwegpaletten anfallen, ist es sinnvoll, durch eine Verdichtung des Materials die Füllgewichte der Abfallcontainer zu erhöhen.

Dazu dienen Presscontainer und Schneckenverdichter, wobei Letztere die höhere Verdichtungsleistung aufweisen. Ein Schneckenverdichter arbeitet nach dem gleichen Prinzip wie ein Fleischwolf. Über einen Eingabetrichter fällt das Material auf eine stählerne Schnecke, die es zerreißt, verdichtet und in den angekuppelten Behälter presst. Während der Verdichter stationär ist, wird der Behälter nach Befüllung gegen einen leeren ausgetauscht. 

Was ist PRTR?

PRTR steht für Pollutant Release and Transfer Register. Es handelt sich dabei um das europäische Schadstofffreisetzungs- und Verbringungsregister, das im Internet verfügbar ist. Es informiert die Öffentlichkeit über die Freisetzung (Emissionen) von Schadstoffen und die Verbringung von Abfällen.

Große Industriebetriebe geben darin ihre Emissionen in Luft, Wasser und Boden an. Weiterhin müssen sie über Schadstoffe im Abwasser, das in externen Kläranlagen behandelt wird, sowie über die entsorgten Abfallmengen berichten.

Was ist REACH?

Die Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe ist eine Vorgabe der Europäischen Gemeinschaft zur Reformierung des Chemikalienrechts.

Die Bezeichnung REACH leitet sich aus dem Englischen "Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals" ab.

Die Verordnung ist seit dem 1. Juni 2007 in Kraft. Bis 2018 müssen Hersteller und Importeure neue und rund 30.000 alte Chemikalien bei der "Agentur für chemische Stoffe" in Helsinki registrieren lassen. Die Ziele von REACH sind laut EU die Verbesserung des Schutzes der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor möglichen chemikalienbedingten Risiken. REACH verpflichtet die Industrie dazu, solche Risiken zu bewerten, zu begrenzen und den Verwendern geeignete Sicherheitsinformationen zukommen zu lassen.

Was ist Regranulat?

Thermoplastische Kunststoffe wie PE, PP oder PET werden von den Herstellern an die kunststoffverarbeitende Industrie üblicherweise in Form von Granulat geliefert. Diese linsen- oder zylinderartigen Kunststoffteilchen sind rieselfähig und z.B. in Säcken leicht zu transportieren. Das Material wird als Regranulat bezeichnet, wenn es aus Altkunststoffen hergestellt wurde.

Was ist Extrusion?

Die Extrusion ist ein Verfahren zur Herstellung von Regranulat. Dabei wird der Kunststoff in einer Schneckenpresse (Extruder), die wie ein Fleischwolf funktioniert, durch Druck und zusätzliche Heizung aufgeschmolzen. Die Masse wird durch Düsen gepresst und dabei zu dünnen Strängen geformt. In Luft oder Wasser werden die Stränge abgekühlt und anschließend durch ein rotierendes Messer in wenige Millimeter lange Teilchen, das Regranulat, geschnitten. In dieser Form wird es an die Kunststoff verarbeitende Industrie geliefert. 

Was sind Sekundärrohstoffe?

Rohstoffe, die durch Recycling wiedergewonnen werden und als Ausgangsstoffe für neue Produkte dienen, bezeichnet man als Sekundärrohstoffe.

So werden in den Haushalten anfallende Verpackungen aus Glas, Papier, Kunststoffen, Aluminium, Weißblech und Verbundstoffen durch verschiedene Verwertungsverfahren wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt.

Spezialisierte Recyclingunternehmen kümmern sich um die Abfälle aus dem gewerblichen Bereich, um Stahl und Metalle, Altholz, Kunststoffe und Papier, die zu sekundären Rohstoffen aufbereitet werden. Deren Nutzung schont die Vorkommen an primären Rohstoffen, also die natürlichen Ressourcen. Gleichzeitig werden in den Recyclingprozessen meist weniger Kohlendioxid-Emissionen frei als in den vergleichbaren Primärprozessen.

Was ist eine Siebmaschine?

Aus Materialgemischen können mit Hilfe von Siebmaschinen verschiedene Stückgrößen aussortiert werden. In der Recyclingwirtschaft werden Siebmaschinen genutzt, weil eine Trennung nach definierten Größen Voraussetzung zum Erzielen einer guten Trennschärfe bei den nachgelagerten Separierungsschritten ist. In Sortieranlagen werden beispielsweise Trommelsiebe den Trennverfahren vorgeschaltet. In der Altholzindustrie können Hackschnitzel mit Siebmaschinen in unterschiedliche Größenklassen getrennt werden. Beim Bauschuttrecycling werden durch die Siebung unterschiedliche Korngrößen gewonnen: von Sand bis zum Unterbaumaterial für Straßen.

Was ist Sortierung und wie funktioniert eine Sortieranlage?

In der Abfallwirtschaft versteht man unter Sortierung die heute vorwiegend mechanische Trennung von Abfallgemischen in verwertbare und nicht verwertbare Fraktionen in großtechnischen Anlagen.

Sortieranlagen unterscheiden sich stark nach Einsatzzweck: In Sortieranlagen für Altpapier wird gemischte Ware über Transportbänder an Sortierstationen vorbeigeführt und in die Fraktionen Kaufhausaltpapier und Deinkingware (Druckerzeugnisse) sortiert. Die Verpackungsleichtfraktion (LVP) aus dualen Systemen wird in die Fraktionen Weißblech, Aluminium, verschiedene Kunststoffarten und Verbunde getrennt.

Die ersten Sortieranlagen gingen Anfang der 1980er Jahre in Betrieb und arbeiteten bereits mit Magnetabscheidern, Siebtrommeln und Windsichtern zur Aufteilung des Materialstroms. In heutigen Anlagen identifizieren optische und elektronische Erkennungssysteme die verschiedenen Materialien, die dann über Druckluftstöße vom Sortierband in entsprechende Container befördert werden. Auch Bauabfälle, Sperr- und Gewerbemüll werden auf Sortieranlagen in verschiedene Fraktionen getrennt.

Was passiert mit dem Abfall aus der Gelben Tonne in einer Sortieranlage?

Zuerst erfolgt eine Größensortierung des Materials. Dazu durchläuft es Siebtrommeln mit unterschiedlichen Lochgrößen. Anschließend werden mit einem Windsichter Folien und andere leichte Kleinteile aus dem Materialstrom herausgeblasen. Magnetbänder, die über den Laufbändern installiert sind, ziehen eisenhaltige Metallverpackungen wie Konservendosen und Gläserdeckel aus dem Wertstoffstrom heraus. Aluminium und aluminiumhaltige Verbundmaterialien werden am Wirbelstromscheider ausgesondert.

NIR - (Nahinfrarot) - Trenner übernehmen die Artensortierung. Das Sortiermaterial auf dem Förderband wird mit Licht bestrahlt. Die jeweiligen Verpackungsmaterialien reflektieren Licht in unterschiedlichen Wellenlängen (Spektrum). Anhand dieser „Reflektionsinformation“ wird das Material identifiziert und per Druckluftstoß separiert. Schnell und sortenrein filtern die NIR-Trenner so die Kunststoffe PP (Polypropylen), PE (Polyethylen), PS (Polystyrol) und PET (Polyethylenterephthalat) aus dem Materialstrom heraus.

Am Ende der technischen Sortierung werden alle Stoffströme in der Sortierkabine einer Sichtkontrolle unterzogen. In einer letzten - jetzt händischen - Sortierung werden noch vorhandene Störstoffe aus den jeweiligen Materialarten entfernt. Abschließend werden alle Materialien fraktionsweise zu Ballen gepresst. Die Weiterverarbeitung erfolgt in zertifizierten Recyclingunternehmen.

Wie viel Prozent des Abfalls wird in der Sortieranlage noch per Hand aussortiert?

In modernen Recyclinganlagen erfolgt die Trennung dank modernster Technologie weitestgehend automatisch. Durch Hausmüll verunreinigte Verpackungen oder falsch eingeworfenes Material (z. B. Pappe, Hausmüll, Sperrmüll, Videokassetten in der Gelben Tonne, buntes Glas in der Weißglastonne) erschwert die Arbeit auf den Sortieranlagen. Sensoren erkennen nur sauberes Material. Eine manuelle Trennung / Sortierung per Hand wird daher nur noch zur Nachkontrolle eingesetzt.

Was ist ein Windsichter?

Gemische aus unterschiedlichen Abfallmaterialien können mit Hilfe von Windsichtern in eine Leicht- und eine Schwerfraktion getrennt werden. Die Leichtfraktion wird von anströmender Luft ausgeblasen und in einem nachgeschalteten Zyklon abgeschieden.

Im Zusammenspiel mit anderen Trennverfahren werden Windsichter in der Recyclingindustrie vielfältig eingesetzt. Nach der Schrottaufbereitung im Schredder wird beispielsweise die flugfähige, nicht metallische Leichtfraktion mittels Windsichtung von der Stahlschrott und NE-Metalle enthaltenden Schwerfraktion getrennt. Auch bei der Aufbereitung von Altglas und bei der Sortierung von Haushaltsabfällen oder Verpackungen kommen Windsichter zum Einsatz. 

Was ist ein Wirbelstromabschneider?

Der Wirbelstromabscheider kommt bei der Sortierung der Verpackungsleichtfraktion und bei der Altglasaufbereitung als Trennverfahren zum Zuge. Er dient dazu, nicht magnetische, aber elektrisch leitfähige Stoffe wie Aluminium, Kupfer oder Magnesium aus einem Stoffstrom zu separieren.

Im Wirbelstromabscheider werden diese Stoffe aufgrund eines sehr komplexen elektromagnetischen Vorgangs abgestoßen. Mit Hilfe dieser Technik können beispielsweise mit Aluminium bedampfte Folien aus dem Strom der Verpackungen ausgetragen werden, ebenso metallhaltige Schraubverschlüsse oder Flaschenkapseln bei der Glasaufbereitung. 

Macht Müllverbrennung denn überhaupt noch Sinn?

Müllverbrennung macht dann keinen Sinn, wenn dadurch wertvolle Rohstoffe vernichtet werden. Gerade ein rohstoffarmes Land wie Deutschland kann sich das nicht leisten. Lediglich ein kleiner Teil, wie zum Beispiel feuchte Restabfälle oder auch Sortierreste, lässt sich heute noch nicht recyceln. 

Was wird eigentlich aus den recycelten Abfällen hergestellt?

Im Vergleich zu den Anfängen vor 20 Jahren ist Recycling heute ein echter Erfolgsschlager. Denn in unserem täglichen Leben begegnen wir überall den Produkten, die aus unseren getrennt gesammelten Abfällen hergestellt wurden.

Ob es die morgendliche Zeitung ist, der Blumenkasten auf dem Balkon, die Tüte für den Abfalleimer, der Fleece-Pullover zum Skifahren, die Futterdose für die Katze, die schöne Vase oder das neue Regal. Alles das wird heutzutage aus recycelten Abfällen, den getrennt erfassten Wertstoffen, hergestellt.

So entstehen aus den einmal genutzten Shampoo-Flaschen, Margarinebehältern, Gurkengläsern, Pizzakartons, Thunfisch-Dosen und Milchtüten wieder wertvolle Produkte, die so die raren Ressourcenvorkommnisse bewahren. 

Stimmt es, dass man nur Sachen mit dem "Grünen Punkt" in den Gelben Sack/Gelbe Tonne werfen darf?

Generell gilt: In die Gelbe Tonne bzw. den Gelben Sack gehören leere Verkaufsverpackungen aus Kunststoffen, Weißblech, Aluminium und Verbundstoffen.

In der Vergangenheit war das Symbol „Der Grüne Punkt“ eine Orientierungshilfe für den Verbraucher. Seit dem 1. Januar 2009 (5. Novelle der VerpackV) sind Hersteller und Vertreiber in Deutschland allerdings nicht mehr verpflichtet, ihre Beteiligung an einem dualen System durch eine entsprechende Kennzeichnung ihrer Verpackungen deutlich zu machen.

Der Gesetzgeber geht davon aus, dass ab diesem Zeitpunkt alle Verkaufsverpackungen, die beim privaten Endverbraucher anfallen, lizensiert sein müssen und über Sammelsysteme vor Ort erfasst werden.

Was mache ich mit Verpackungen, die keinen grünen Punkt drauf haben?

Es gibt mittlerweile keine Kennzeichnungspflicht für Verpackungen mehr. Wenn diese Verpackungen am privaten Haushalt anfallen, können diese Verkaufsverpackungen über das System der dualen Systeme (Gelbe Tonne, Glas- und Papier-Container) entsorgt werden.

Kann es sein, dass die Gelben Säcke immer dünner werden?

Die Gelben Säcke werden nicht dünner. Vor ca. 5 Jahren wurde die Sackstärke aus Kostengründen von allen Entsorgern unter Abstimmung auf ein Minimum reduziert. Nach der tatsächlichen Handhabung der Säcke durch die Verbraucher hat man festgestellt, dass sie zu dünn sind und reissen. Das hatte zur Folge, dass mit den Dualen Systemen seit 2009 eine ausreichende Folienstärke festgelegt wurde und sich alle Entsorger daran halten. Das heisst, die Sackstärke und Qualität ist seit dem unverändert. 

Warum werden überquellende gelbe Tonnen und Glascontainer nicht entleert?

Grundsätzlich werden alle und somit auch überquellende/ übervolle Behälter entleert.

Hauptsächlich zu Feiertagen kommt es häufiger vor, dass die Behälter mehr als üblich mit Abfällen befüllt werden und es dann den Anschein hat, dass die Tonnen nicht geleert wurden. Auch gibt es Standorte die zum Beispiel durch Nutzungswechsel mehr befüllt werden als vorher, oder das Abfallaufkommen oder Behältergröße nicht zum eingepflegten Entsorgungsrhythmus passt. Hier kann nach entsprechenden Informationen entweder die Behältergröße oder der Entsorgungsturnus angepasst werden. Ein weiterer Grund kann eine Fehlbefüllung sein. 

Wie entsorge ich Styroporverpackungen?

Styropor ist aufgeschäumtes Polystyrol, das vollständig wiederverwertbar ist.

Verkaufsverpackungen aus Styropor, die bei privaten Haushalten anfallen (z. B. Formteile, die die erworbene Kaffeemaschine schützen), können über die Gelbe Tonne bzw. den Gelben Sack entsorgt werden.

In Fällen der Verzichtbarkeit sollten Verpackungen im jeweiligen Laden zurückgelassen werden. Bei größeren Lieferungen frei Haus gibt man dem Lieferanten die Verpackungen am besten direkt wieder mit. 

Wie spät ist es?

Die genaue Uhrzeit findest Du häufig unten rechts auf Deinem Bildschirm. … Es ist nie zu spät um sich aktiv am Umweltschutz und der Schonung wertvoller Rohstoffe zu beteiligen.

Wer zahlt für den Sperrmüll, den Mieter einfach in den Hof stellen?

Die Sperrmüllentsorgung wird von der Hausverwaltung beauftragt.  Zuvor wird die anstehende Entsorgung den Mietern mit Fristsetzung angezeigt, um die Möglichkeit zu schaffen, dass die Gegenstände vom Besitzer wieder entfernt werden können.
 
Sofern der Verursacher festgestellt werden kann, werden diesem die Kosten weiterbelastet. Anderenfalls werden die Kosten in der Regel im Zuge der Nebenkostenabrechnungen auf alle Mieter der Liegenschaft verteilt. Hierauf wird im Aushang/Anschreiben (Ankündigung Sperrmüllentsorgung) an die Mieter in der Regel hingewiesen. 

Wo kann ich meinen alten Computer abgeben?

Als Privatperson kann man alte Elektrogeräte wie beispielsweise Computer kostenfrei bei öffentlichen Sammelstellen oder Wertstoffhöfen abgeben. Die Sammelstellen sind unter kommunaler Regie, es empfiehlt sich daher ein Blick in Ihren örtlichen Abfallratgeber oder Kalender. 

Was mache ich mit meinem alten Kühlschrank?

Sind Sie ein privater Endverbraucher, so können Sie die alten Kühlschränke zu Ihrem, in der Regel ortsansässigem, Recyclinghof bringen und diesen dort kostenfrei abgeben. 

Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich eine grüne Flasche in den Container für Weißglas werfe?

Generell ist die separate Sammlung der Glasfarben (weiß, grün, braun, bunt) sinnvoll und ermöglicht eine gute Sortierung der Glasfarben. Die Glasscherben werden immer sortiert und durch eine Vermischung mit „Fehlwürfen“ wird die Sortierung und anschließende Verwertung erschwert. Also besser Grünglas zu Grünglas.

Die blauen Flaschen können im grünen oder bunten Glascontainer entsorgt werden, denn diese Glassorten vertragen den höchsten Anteil an Fremdfarben im Gegensatz zu Weißglas, das bei zu starken Fehlfarbeinwürfen nicht mehr wiederverwertet werden kann. 

Warum gibt es eigentlich keine Container für blaue Glasflaschen?

Blaue Glascontainer gibt es aus zweierlei Gründen nicht: Zum einen ist blaues Glas relativ neu und wurde erst nach dem Aufstellen der heute bekannten und etablierten Glascontainer produziert. Zum anderen ist der Anteil an Blauglas so gering, dass eine extra Erfassung den logistischen Aufwand nicht rechtfertigen würde. 

Stimmt es, dass sich die privaten Entsorger die "Rosinen" herauspicken?

In ländlichen Regionen wird die Restmüllentsorgung schon heute im Auftrag der Kommunen zu einem großen Teil von Unternehmen der privaten Entsorgungswirtschaft erbracht (z. B. Spreewald / 44 Einwohner pro Quadratkilometer, LK Sigmaringen / 109 Einwohner pro Quadratkilometer). Ein Grund ist, dass viele Landkreise die Investitionen in eigene Logistik scheuen.

Dagegen übernehmen öffentlich-rechtliche Entsorger in großen Städten wie Berlin, Hamburg oder Dortmund gern selbst die Aufgabe, da die Abfallentsorgung hier auf Grund der großen Haushaltsdichte ein deutlich attraktiveres Geschäft ist.

Auch wenn es häufig so dargestellt wird: Ein privatwirtschaftliches Monopol auf die „Rosinen“ wird von der privaten Recyclingwirtschaft nicht angestrebt. Es geht vielmehr um einen fairen und transparenten Wettbewerb für alle Unternehmen, an dem sich öffentlich- rechtliche wie private Betriebe zu gleichen Bedingungen beteiligen können.

Stimmt es, dass die privaten Entsorger nur bei guter Marktlage beispielsweise Papier-Tonnen abholen?

Die Behauptung, Unternehmen der privaten Wirtschaft würden nur bei guter Marktlage die Tonnen abholen, ist falsch: In der Wirtschaftskrise 2008/2009 gingen die Erlöse für bestimmte Sekundärrohstoffe, so beispielsweise für bestimmte Sorten Altpapier, auf 0 Euro zurück. Dennoch gab es keinen überregional agierenden oder regional verwurzelten Entsorger, der seine blauen Tonnen abgezogen hätte.

Während die öffentlich-rechtlichen Abfallbetriebe auf Sammelcontainer setzten, waren es private Unternehmer, die mit der Einführung der haushaltsnahen Papiersammlung, den Bürgern ein innovatives, benutzerfreundliches und mittlerweile in ganz Deutschland verbreitetes System anboten. Erst als Reaktion darauf begannen auch öffentlichrechtliche Entsorger, den Bürger in den Blick zu nehmen und von Bring- auf Holsysteme umzustellen.

Wie oft kann Pappe und Papier recycelt werden?

Papier wird maximal 6-8 mal in den Recyclingprozess geführt, danach sind die Fasern zu kurz und können nur noch für minderwertigere Produkte verwendet werden. Pappe kann zwischen 15-20 mal recycelt werden. Qualitätsparameter ist wie beim Papier die Länge der Fasern. 

Gibt es "Schnuppertage", um mir ein genaueres Bild von den Berufen in der Kreislaufwirtschaft zu machen?

Bundesweit gibt es verschiedene Möglichkeiten sich über die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten in der Kreislaufwirtschaft zu informieren. Neben Ausbildungs- oder Karriereportalen informieren Sie sich am besten direkt bei den entsprechenden Unternehmen.

In Berlin beispielsweise besteht für interessierte Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit eine Betriebsbesichtigung in einer Sortieranlage der ALBA Group durchzuführen. Hierbei erhalten Klassen unter anderem einen Einblick in die Logistik sowie in die Verfahrenstechnik. 

Welche Ausbildungsberufe gibt es in der ALBA Group?

Jährlich schafft die ALBA Group ca. 80 neue Ausbildungsplätze in ganz Deutschland. Wir ermöglichen somit jungen Menschen einen erfolgreichen Start in das Berufsleben.

Einen Überblick über die möglichen Ausbildungen in gewerblichen und kaufmännischen Berufen finden Sie unter www.albagroup.de/karriere.  

Welches Volumen hat der größte Abfallsack?

Die größten Abfall-Säcke (s.g. "Bigbags") bemessen sich auf ca. 2.5 m³ und werden für die Sammlung von PET-Flaschen eingesetzt. 

Nutzt die ALBA Group als Umweltunternehmen auch Fahrzeuge mit alternativem Antrieb?

Ja, in der ALBA Group nutzen einige Unternehmen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben wie beispielsweise Bio-Diesel.

Gibt es spezielle Arbeitskleidung für weibliche Müllmänner bzw. "Müllfrauen"?

Nein, derzeit gibt es keine speziellen Arbeitsuniformen für weibliche Müllmänner oder "Müllfrauen".

Was ist ein Bigbag?

Bigbags sind strapazierfähige Säcke mit einem Fassungsvermögen von 0,5 bis 2,5 Kubikmetern. Sie bestehen aus einem stabilen Kunststoffgewebe und können wiederverwendet werden.

Bigbags werden für die Entsorgung für leichtere Abfallstoffe wie Papier und Stoffreste eingesetzt. Sie finden ebenfalls als preiswertes Transport- und Endlagergebinde für Reststoffe in Untertagedeponien Verwendung. Auch als Produktverpackung von Schüttgütern wie Holzpellets, Mandeln, Kakaobohnen, Kunststoffgranulat oder den Transport von Baustoffen sowie Saatgut werden zunehmend Bigbags eingesetzt.

Wie entsorge ich Holz?

Die Entsorgung von Altholz wird in der Altholzverordnung geregelt. Grundsätzlich ist es aber so, dass Altholz auf jeden Fall verwertbar ist und deshalb einem Entsorgungsunternehmen getrennt von anderem Abfall überlassen werden kann. Das Altholz als ganzes Teil (z.B. eine Schranktür oder ein Tisch) muss aber vor der Verwertung noch aufbereitet werden. Es wird zunächst klein gebrochen und dann werden Eisenanteile, die im Altholz oft vorhanden sind (vor allem Nägel), mit einem Magneten entfernt. Anschließend wird es noch einmal zerkleinert und es werden evtl. noch Nichteisenanteile (vor allem Aluminium) entfernt. Erst dann haben wir einen verwertbaren sogenannten Hackschnitzel.                                    

Was ist RoHS?

Die Umsetzung der EG-Richtlinie 2002/95/EG ist eines der ambitioniertesten Projekte, mit denen sich die Elektro- und Elektronikindustrie auseinandersetzen muss. Die unter dem Kürzel RoHS (englisch "Restriction of the use of certain hazardous substances in electrical and electronic equipment"; deutsch "Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten") bekannte Verordnung verbietet die Verwendung bestimmter Substanzen bei der Herstellung und Verarbeitung elektrischer und elektronischer Erzeugnisse. In Deutschland wurde die Richtlinie mit Inkrafttreten des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) im März 2005 umgesetzt.

Ziel ist es, die Umweltverträglichkeit der Geräte insbesondere dadurch zu steigern, dass giftige und problematische Stoffe nicht mehr verwendet werden dürfen. So soll zum Beispiel die Verwendung bleifreien Lötzinns gesteigert und die Verwendung giftiger Flammenhemmer bei Kabeln unterbunden werden. 

Was sind Treibhausgase?

So genannte Treibhausgase sind u.a. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan, Lachgas oder auch FCKW. Deren natürliches Vorkommen in der Erdatmosphäre bewirkt eine Absorption der von der Erdoberfläche reflektierten Sonneneinstrahlung. Dieses Phänomen ist maßgeblich verantwortlich für die Oberflächentemperatur der Erde.

Der Treibhauseffekt wird seit Beginn der Industrialisierung und der damit einhergehenden Steigerung von Treibhausgasen verstärkt. Die Folge ist eine zunehmende Erderwärmung, die zum einem verstärkten Auftreten heftiger Niederschläge, dem Schmelzen von Gletschern, dem Rückgang des Polareis und einem (befürchteten) Anstieg des Meeresspiegels führt.

Im Kyoto-Protokoll der Vereinten Nationen wurde eine Reduzierung der Treibhausgase vereinbart. Im Rahmen der EU-Lastenteilung hat Deutschland sich dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2012 die Treibhausgas-Emissionen gegenüber dem Stand von 1990 um 21 Prozent zu senken. 

Was ist WEEE?

WEEE steht für "Waste Electrical and Electronic Equipment".

Durch das Inkrafttreten des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) wurde die WEEE-Richtlinie der EU (Directive on Waste Electrical and Electronic Equipment) in deutsches Recht umgesetzt. Damit werden Hersteller und Vertreiber (Inverkehrbringer) von Elektro- und Elektronikgeräten seit dem 24. März 2006 zur Rücknahme und Verwertung ihrer Produkte verpflichtet. Gleichzeitig setzt das Gesetz die RoHS-Richtlinie um, die die Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro(nik)-Geräten untersagt.

Jeder Inverkehrbringer von Produkten, die unter das ElektroG fallen, muss sich bei einer zentralen Stelle, der Stiftung Elektro-Altgeräte Register (EAR), registrieren lassen. Die EAR ist ein von der Wirtschaft geschaffenes und mit behördlichen Befugnissen ausgestattetes Register unter der Aufsicht des Umweltbundesamtes, das die Einhaltung eines fairen Wettbewerbs überwachen soll. 

Welche Auswirkungen hat die neue EU-Elektro-Schrott-Novelle für uns als Verbraucher?

Künftig gelten für die Sammlung und Verwertung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten in der EU strengere Standards. Das Europaparlament verabschiedete am 19. Januar 2012 mit großer Mehrheit die Neufassung der geltenden WEEE-Richtlinie. Künftig soll es eine Rücknahmepflicht der Händler für Elektro-Altgeräte geben, ohne dass gleichzeitig Neugeräte gekauft werden müssen. Die Bedingungen: Das Gerät ist kleiner als 25 Zentimeter und die Verkaufsfläche für Elektronik-Geräte ist größer als 400 Quadratmeter. Ausnahmen sind zulässig, wenn ein mindestens so effizientes Sammelsystem existiert.

Somit haben Sie als Verbraucher künftig die Möglichkeit (nach Umsetzung der Novelle in deutsches Recht), neben den bisherigen Abgabestellen, beispielsweise dem Wertstoffhof oder über die Gelbe Tonne Plus, ihre alten Elektrogeräte bei den meisten Händlern zurück zu geben. 

Wie lange darf ein Entsorgungsfahrzeug die Straße blockieren?

Fahrzeugen, die der Abfalllentsorgung dienen, werden lt. §35 Abs. 6 der Straßenverkehrsordnung (StVO) Sonderrechte der Haltedauer und des Halteorts gewährt, soweit es ihr Einsatz erfordert.

Aber das setzt den § 1 StVO nicht außer Kraft, der die "ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht" beinhaltet. Daher sind Kraftfahrer angewiesen die Straßenblockaden auf ein Minimum zu beschränken. Die Entsorgung eines Abfallbehälters dauert 3 bis 5 Minuten. In engen Straßenzügen kommt es aber vor, wenn mehrere Behälter entsorgt werden müssen, dass keine Ausweichmöglichkeit für den bis zu neun Meter langen LKW zu finden ist, und somit die Straße auch länger blockiert sein kann.  

In welche Kategorien wird Altholz eingeteilt?

Nach der Altholzverordnung wird in vier verschiedene Kategorien unterschieden:

 A I: Naturbelassenes oder lediglich mechanisch bearbeitetes Altholz, das bei seiner Verwendung nicht mehr als unerheblich mit holzfremden Stoffen verunreinigt wurde.

A II: Verleimtes, gestrichenes, beschichtetes, lackiertes oder anderweitig behandeltes Altholz ohne halogenorganische Verbindungen in der Beschichtung und ohne Holzschutzmittel.

A III: Altholz mit halogenorganischen Verbindungen in der Beschichtung, ohne Holzschutzmittel.

A IV: Mit Holzschutzmitteln behandeltes Altholz wie Bahnschwellen, Leitungsmasten, Hopfenstangen, Rebpfähle, sowie sonstiges Altholz, das aufgrund seiner Schadstoffbelastung nicht den Altholzkategorien A I, A II oder A III zugeordnet werden kann, ausgenommen PCB-Altholz.

PCB-Altholz: Altholz, das PCB im Sinne der PCB/PCT-Abfallverordnung ist und nach deren Vorschriften zu entsorgen ist, insbesondere Dämm- und Schallschutzplatten, die mit Mitteln behandelt wurden, die polychlorierte Biphenyle (PCB) enthalten.

Altholz der Kategorien A I bis A II wird überwiegend stofflich für die Herstellung von Spanplatten in der Holzwerkstoffindustrie und Altholz der Kategorien A III bis A IV thermisch in Biomassekraftwerken verwertet. Also wird Altholz entweder stofflich recycelt oder es wird als erneuerbarer Energieträger zur Stromerzeugung genutzt und, da Altholz nur den zuvor gebundenen Kohlenstoff freigibt, ist diese Energieerzeugung auch noch CO² neutral, also klimafreundlich.

Wie viel Altholz bereitet die ALBA Group jährlich auf?

Die Aufbereitung von Altholz betreibt die ALBA Group in Deutschland insbesondere in ihren Holzkontoren in Berlin, Bückeburg und Worms. Jährlich entstehen so allein an diesen drei Standorten über 200.000 t verwertbares Altholz, dass man nach der Altholzverordnung in vier verschiedene Kategorien unterscheidet.

Welches Ziel steht hinter der neuen EU-Elektro-Schrott-Novelle?

Grundsätzlich verfolgt die EU mit der Novellierung das Ziel, die E-Sammelmengen von derzeit vier Kilogramm pro Kopf, ab Anfang 2012 weiter zu erhöhen. Ab 2016 müssen 45 Prozent der durchschnittlich in den zurückliegenden drei Jahren verkauften Neugeräte eingesammelt werden. Ab 2019 steigt diese Quote auf 65 Prozent oder alternativ auf 85 Prozent des gesamten E-Abfalls an. Bis wann die neue EU-Richtlinie aber in nationales Recht transformiert wird bleibt abzuwarten. 

Welche Auswirkungen hat die neue EU-Elektro-Schrott-Novelle für Exporteure von Elektronikgeräten?

Für den Export von Altgeräten soll künftig eine Beweislastumkehr gelten (nach Umsetzung der Novelle in deutsches Recht). Bei Kontrollen soll der Unternehmer und nicht mehr der Zoll nachweisen müssen, dass es sich um gebrauchsfähige Geräte handelt und nicht um E-Abfall. "Damit kann der illegale Export von Altgeräten wirksam eingedämmt werden, was uns Rohstoffe sichert und die häufig katastrophale Behandlung in Entwicklungsländern verhindert", sagte  dazu der Berichterstatter des Europaparlaments, Karl-Heinz Florenz (CDU).

Wie lässt sich das wenige Gold aus Handys effektiv zurückgewinnen?

Edelmetalle in Handys finden sich auf der Leiterplatten im Inneren des Gerätes, nicht nur Gold, sondern auch andere wertvolle Metalle. Diese Leiterplatten werden vom Recyclern, z.B. der ALBA R-plus GmbH, von den Handys abgetrennt und dann zu Kupferhütten geliefert, wo sie eingeschmolzen werden. Dort werden zunächst die Kupferanteile aufgeschmolzen und daraus neues Kupfer hergestellt. Dabei entstehen metallische Abfälle, in denen auch die Edelmetalle enthalten sind. Diese werden dann in einem zweiten Schritt mit einem chemischen Prozess (Affination = Herauslösen von Verunreinigungen) in hoher Reinheit wiedergewonnen. 

Was ist ein Biomassekraftwerk?

Biomasse(heiz)kraftwerke sind Kraftwerke, die Wärme und/oder Strom unter Nutzung des energetischen Potenzials von Biomasse produzieren. Als Biomasse werden alle pflanzlichen und tierischen Stoffe bezeichnet, wobei Biomasse aus Holz den größten Mengenanteil ausmacht.

Seit 2003 werden vor allem größere Kraftwerke mit einer elektrischen Leistung von 20 Megawatt (MW) errichtet, die meist über eine Kraft-Wärme-Kopplung verfügen. Die Wärme wird in Form von Prozessdampf in angrenzenden Industrien oder zur Nahwärmeversorgung genutzt.

Was ist eine Mulde?

In der modernen Entsorgungslogistik stehen für unterschiedliche Einsatzbereiche jeweils passende Behälter zur Verfügung. Als Mulden bezeichnet man Container aus Stahl ohne Rollen mit einem Fassungsvermögen von 1,5 bis 15 Kubikmetern. Je nach Bedarf gibt es sie in symmetrischen und unsymmetrischen Ausführungen mit und ohne Deckel.

Eine andere Bezeichnung für Mulden sind Absetzcontainer, Absetzmulden oder Schuttmulden. Die Mulden werden mit Spezialfahrzeugen (Absetzkippern) an ihren Einsatzort gebracht und nach Befüllung gegen einen leeren Behälter ausgewechselt. Mulden eignen sich besonders für Baustellenabfälle, werden aber auch für Holz, Schrott und Papier eingesetzt.

Was ist das Oxygenstahlverfahren?

Das im Hochofen gewonnene Roheisen enthält einen Kohlenstoffanteil von 3-5 Prozent und ist daher zum Schmieden, Walzen oder Pressen zu spröde. Der Kohlenstoff und weitere Elemente (u.a. Mangan, Phosphor, Schwefel, Silizium) müssen deshalb weitgehend aus dem Roheisen entfernt werden. Das heute dazu weltweit übliche Verfahren ist das Oxygenstahlverfahren. Etwa 70 Prozent des in Deutschland produzierten Stahls werden mit dem Oxygenstahl- oder Sauerstoffblasverfahren hergestellt.

Dabei wird das flüssige Roheisen in einen großen, schwenkbaren, als Konverter bezeichneten Behälter gefüllt. Über eine wassergekühlte Lanze wird Sauerstoff mit Überdruck (ca. 10 bar) auf das flüssige Eisen geblasen. Das Aufblasen dauert etwa 10-20 Minuten, wobei sich die Mischung von rund 1.150 auf 1.650 Grad erhitzt. Zu Kühlzwecken werden bis zu 30 Prozent Schrott beigemischt. Durch den Sauerstoff werden die Begleitstoffe oxidiert (dieser Vorgang wird „frischen“ genannt). Die entstehenden gasförmigen Oxide entweichen in einen Abgaskamin, feste und flüssige Oxide lagern sich an der Oberfläche der Schmelze ab. Die Schlacke und die Stahlschmelze werden getrennt voneinander abgestochen, d.h. aus dem Konverter in einen Transportkübel gegossen. Der gewonnene Stahl hat einen Kohlenstoffanteil von maximal 1,7 Prozent.

Wie wird Schrott zu Stahl verarbeitet?

In der Stahlrecyclingindustrie wird Schrott häufig mit Hilfe von Schreddern (auch: Shredder) – hochleistungsfähigen industriellen Großgeräten – zu einem direkt in der Stahlindustrie einsatzfähigen Rohstoff aufbereitet.

Schrott, z.B. aus dem Abbruch oder von ausgedienten Maschinen, Anlagen und Schienen, aus Autowracks und Elektroaltgeräten oder aus Produktionsresten, ist das "Vormaterial", das über ein Förderband zum Schredder transportiert wird. Eine sogenannte Hammermühle, die von einem Elektromotor mit einer Leistung von oft 1.000 und mehr Kilowatt angetrieben wird, zerschlägt das Material in etwa faustgroße Klumpen. Mittels Windsichtung wird die Leichtfraktion mit nur sehr geringem Metallgehalt durch Ausblasen abgetrennt. Der Materialstrom wird anschließend durch eine magnetische Eisenabscheidung in die Stahlschrott- und die NE-metallhaltige Schwerfraktion getrennt.

Die Stahlschrottfraktion ist ein Qualitätsschrott mit einer hohen Dichte, von großer Reinheit und weitgehend homogener Stückgröße. Dieser Schrott wird in der Industrie unmittelbar zur Stahlerzeugung eingesetzt. Die Schwerfraktion wird nach weiteren Aufbereitungsschritten in Metallschmelzen verwendet. Moderne Schredder verfügen über Schallisolierung, Abluft- und Entstaubungsanlagen.

Stimmt es, dass ich den Aludeckel auf dem Joghurtbecher lassen kann?

Nein, es ist nicht richtig, den Alu-Deckel am Joghurtbecher zu lassen. Der Becher besteht aus Kunststoff. Es handelt sich also um zwei verschiedene Materialien. Diese werden in der Sortieranlage mittels Wirbelstromscheider (Aluminium) und Nahinfrarot-Detektoren (Kunststoffarten) einzeln identifiziert. Bleibt der Deckel am Becher, kann die Technik keine eindeutige Zuordnung vornehmen. Deshalb ist es im Sinne der Sicherung der Sortierqualität wichtig, bereits im Haushalt daran zu denken, unterschiedliche Verpackungsmaterialien einzeln in die Gelbe Tonne bzw. den Gelben Sack zu werfen.

Was ist deklassierter Stahl?

Als deklassierter Stahl werden Erzeugnisse aus Stahl bezeichnet, deren Verwendungsmöglichkeiten aufgrund ihrer Abmessungen, einer fehlerhaften Qualität oder eines sonstigen Mangels eingeschränkt sind. In Deutschland werden beispielsweise im Automobilbau bei Karosserieblechen geringste Abweichungen im Bereich von Millimeterbruchteilen nicht akzeptiert.

Bei den deklassierten Erzeugnissen handelt es sich gewöhnlich um Flachprodukte wie Coils, Bänder und Grobbleche, die von spezialisierten Händlern vermarktet werden. Die Absatzmärkte liegen vornehmlich in Osteuropa und in Schwellenländern, wo geringere Qualitätsstandards gelten oder die Produktion weniger standardisiert und damit flexibler ist. Dort wird die deklassierte Ware aufbereitet und in der Produktion eingesetzt.

Was ist ein Entsorgungsfachbetrieb?

Ein Entsorgungsfachbetrieb ist ein Unternehmen, das für das Sammeln und Sortieren, Transportieren und Verwerten sowie für das Handeln und Vermitteln von Abfällen zertifiziert ist, wenn es die entsprechenden Anforderungen an die Organisation und Ausstattung sowie an die Sach- und Fachkunde von Betriebsinhabern und Personal erfüllen. Grundvoraussetzung für eine Zertifizierung ist eine ordnungsgemäße Behandlung von Abfällen und die transparente und lückenlose Nachweisführung entsprechend den gesetzlichen Anforderungen.

Dem zugrunde gelegt ist die Entsorgungsfachbetriebeverordnung (EfbV) und das Kreislaufwirtschaftsgesetz (noch: Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz).

Kann ich meinen Biobfall zu Hause auch in Plastiksäcken sammeln und wegschmeißen oder muss ich Papiertüten nehmen?

Du kannst Deinen Bioabfall in Kunststoffbeuteln sammeln. Diese müssen jedoch ohne Plastiksäckchen entsorgt werden, da der Kunststoff Jahrzzehnte zum verrotten benötigen würde und die Abfälle kompostiert werden. Es bieten sich für die Entsorgung Zeitungspapier, alte Papiertüten oder Biomülltüten aus Stärke, die im Handel erhältlich sind, an. 

Was kann ich machen, dass der Biomüll nicht so stinkt?

Legen Deine Biotonne mit Zeitungspapier aus und entsorge die Abfälle möglichst eingewickelt im alten Küchen- oder Zeitungspapier. Dies nimmt die Feuchtigkeit auf und die Geruchsbelästigung wird vermindert. Auch ein schattiger Aufstellort der Tonne wirkt dem Zersetzungsporzess der Abfälle entgegen. 

Was passiert mit leeren Deo-Sprühflaschen?

Diese können über den Gelbe Sack oder die Gelbe Tonne kostenfrei entsorgt werden. Die Stoffe werden dann sortiert und den Verwertern und Garantiegebern zum Recycling wieder zur Verfügung gestellt. Aus einer Deo-Sprühflasche können dann z. B. wieder neue Sprayflaschen, Aluminiumassierten oder Bleche für die Industrie hergestellt werden.

Warum ist die Restmülltonne immer schwarz?

Mit der Einführung der 1. Verpackungsverordnung haben sich die Entsorger Gedanken über die Farben der Behälter gemacht und sich für die Farbe "schwarz" bei der Restmülltonne entschieden. Seit diesem Zeitpunkt sollten alle Restmülltonnen in schwarz bzw. dunkelgrau aufgestellt werden.

Vorher waren alle Behälter, unabhängig von der zu entsorgenden Fraktion, meistens schwarz und der Aufkleber der Tonne war ausschlaggebend für den zu entsorgenden Inhalt. Heute sind die Behälterdeckel einer bestimmten Farbe zugeordnet, um den Nutzern die Entsorgung ihres Restmülls und Recyclingmatierials zu erleichtern. So ist z. B. der Deckel der Gelben Tonne gelb, der Papiertonne blau, der Weißglastonne weiß usw.. Abweichend vom Deckel kann der Korpus bei diesen Fraktionen ebenfalls blau, gelb oder grau sein.

Wo entsorge ich meine aussortierten CDs und DVDs?

Zwar sind CDs und DVDs aus Kunststoff, da sie aber keine Verkaufsverpackung sind, gehören sie nicht in den Gelben Sack/die Gelbe Tonne. Dennoch lohnt es sich, auch CDs und DVDs zum Recycling zu bringen. Denn den größten Teil einer CD macht der Kunststoff Polycarbonat aus. Darauf befindet sich eine dünne Metallschicht mit Schutzlack und Druckfarbe. Interessant ist vor allem das Polycarbonat, ein hochwertiger Wertstoff, der zur Herstellung von einer Reihe von Produkten in der Computer- oder Autoindustrie verwendet wird.

Viele Recycling- und Wertstoffhöfe nehmen CDs und DVDs daher gesondert an. Die Adresse findest Du im jeweiligen kommunalen Abfallkalender. Auch einige Elektronikfachmärkte oder Telekommunikationsanbieter nehmen in ihren Ladengeschäften gebrauchte CDs und DVDs zurück und führen sie dem Recycling zu.